Tipps für die Dachplanung:

4 Experten-Tipps für Ihr neues Dach

Die Erneuerung eines Daches ist ein anspruchsvolles Projekt und eine große Investition. Umso wichtiger ist es, dass der Bau erfolgreich verläuft und das neue Dach Ihren Anforderungen zu 100 Prozent entspricht. Entscheidend dafür ist die richtige Dachplanung, bei der Sie unsere vier Tipps unterstützen.



1. Tipp für die Dachplanung: Informieren Sie sich, damit Sie wissen was Sie wollen.

Für Sie als Hausbesitzer gibt es viele gute Gründe, das Dach Ihres Hauses zu erneuern: Bei älteren Immobilien steht meist die Optimierung der Energiebilanz im Mittelpunkt. Nicht selten ist das Dach schlicht marode und muss ersetzt werden. Oftmals besteht außerdem der Wunsch, das Dach auszubauen, um mehr Wohnraum für die Familie zu gewinnen – gerade, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Und da wäre noch die Optik : Nach 20 bis 30 Jahren wünschen sich viele Eigenheimbesitzer ein neues Aussehen für die eigenen vier Wände.

Um die richtigen Entscheidungen bei der Dachplanung treffen zu können, sollten Sie genau wissen, welche dieser Gründe für Sie zentral sind. Informieren Sie sich also ausführlich über die Möglichkeiten. Im Rahmen einer Modernisierung stehen Ihnen viele Wege zur Verfügung, Energie einzusparen, optische Akzente zu setzen oder Stau- in Wohnraum umzuwandeln. Nur wer seine Chancen kennt, kann sie nutzen.

2. Tipp für die Dachplanung: Lassen Sie sich vom Profi vor Ort beraten.

Die Erneuerung des Daches ist eine Aufgabe für professionelle Dachdecker oder Zimmerer . Zu deren Leistungen gehört aber nicht nur die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen, sondern auch eine ausführliche Beratung. Und diese sollte direkt beim Objekt stattfinden. Nur durch die Begehung der Immobilie kann der Handwerker eine glaubwürdige Aussage über den Zustand des Daches treffen und Sie entsprechend beraten.

Von einem verlässlichen Meisterbetrieb können Sie außerdem erwarten, dass er bei der Beratung auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten eingeht – zum Beispiel mit Blick auf Dämmverfahren, Dacheindeckungen, etc. Darüber hinaus sollte der Profi erklären, wie preisliche Unterschiede zustande kommen und bei welchen Produkten sich Mehrkosten langfristig lohnen.

3. Tipp für die Dachplanung: Nutzen Sie praktische Tools bei der Wahl der Dacheindeckung.

Ob robuste Dachsteine, klassische Dachziegel oder pflegeleichtes Metall – bei der Wahl der Dacheindeckung stehen zahlreiche Materialien zur Auswahl. Bevor Sie eine Entscheidung treffen sollten Sie sich nicht nur über deren Eigenschaften informieren, sondern auch über deren Erscheinungsbild. Nicht jede Eindeckung passt in jedes Wohngebiet. In vielen Gemeinden bestehen außerdem Vorgaben zur Farbwahl. Nicht zuletzt spielt daneben die persönliche Präferenz eine wichtige Rolle.

Doch viele Hausbesitzer tun sich mit der Entscheidung für eine Dacheindeckung schwer. Das Problem: Es ist nicht einfach, von einem Dachstein auf die optische Wirkung des gesamten Daches zu schließen.

Hier können kostenlose Tools helfen. So visualisiert ein Dachsimulator Dachziegel auf verschiedenen auswählbaren Dächern und Musterhäusern.

Beim Dachbildservice kann sogar das eigene Hausdach als Basis ausgewählt und mit verschiedenen Dachpfannen gestaltet werden.

4. Tipp für die Dachplanung: Prüfen Sie, ob sich eine neue Dämmung lohnt.

Eine neue Dachdämmung kann Ihnen viel Geld sparen – gerade, wenn es sich um eine ältere Immobilie handelt. Selbst, wenn für Sie andere Gründe für den Umbau des Daches sprechen, sollten Sie sich deshalb mit dem Thema auseinandersetzen.

Um herauszufinden, ob und welche Variante der Isolierung sich für Sie lohnt, raten wir Ihnen zum Einsatz von Thermografie. Anhand einer Wärmebildaufnahme werden dabei Infrarotstrahlen gemessen. Anhand einer gelb bis rötlichen Färbung auf dem Bild wird deutlich, wo die Dämmung des Hauses Schwachstellen aufweist. Aufnahme und Auswertung übernimmt ein professioneller Thermograf. Er verfügt über das nötige Equipment, also Kamera und spezielle Analyseprogramme, und kann die richtigen Schlüsse ziehen. Die beste Zeit für eine solche Aufnahme ist übrigens im Winter, wenn die Temperaturen knapp über Null liegen.

Neben dem Ausspüren von Schwachstellen dient Thermografie außerdem der Kontrolle abgeschlossener Sanierungsmaßnahmen. Durch das Verfahren lässt sich prüfen, ob die Arbeiten einwandfrei durchgeführt wurden oder nachgebessert werden muss. Für Sie als Bauherr sind Vorher-/Nachher-Aufnahmen damit ein nützliches Mittel, falls es zu Unstimmigkeiten mit dem Dienstleister kommt.


Autor: Braas

* Fußnoten

Bitte beachten Sie: Unsere Ratgeberartikel ersetzen keine Beratung durch einen Gutachter oder Juristen. Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden Sie sich daher bitte immer persönlich an einen Fachanwalt oder Gutachter. Bei Fragen zu Finanzierungen, Bausparen oder Versicherungen stehen Ihnen unsere Berater natürlich jederzeit zur Verfügung. Bei Fragen rund um die Immobilienvermittlung stehen Ihnen unsere Immobilienexperten gerne zur Seite.