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Strom von der Sonne.

Photovoltaik lohnt sich!

Entscheidend für den rentablen Betrieb einer Photovoltaikanlage: Es sollte möglichst viel Solarstrom im Haus selbst verbraucht werden. Besuche bei Anlagenbetreibern zeigen, dass sich gut geplante Konzepte lohnen.

Die Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom ist inzwischen so niedrig, dass sich die Einspeisung alleine nicht mehr lohnt. Da aber die Anschaffungskosten einer PV-Anlage stark gesunken sind, kann der Sonnenstrom sehr günstig erzeugt werden. Er ist rund um die Hälfte billiger als der Netzstrom vom Energieversorger – Eigenverbrauch lohnt sich also.

Beispiel: Familie Schrenk


Ralf Schrenk aus Frickingen am Bodensee wollte schon beim Bau seines Hauses vor 15 Jahren eine PV-Anlage installieren. Doch die Kosten von 30.000 Euro sprengten seinen Etat. Heute liegen die Kosten einer Anlage dieser Größe bei knapp 8.000 Euro – und dem 52-jährigen Familienvater wurde klar: „Das lohnt sich ja immer noch!“ Seine Solarstromanlage mit 5,2 kW Leistung ließ er so planen, dass möglichst viel der selbst erzeugten Solarenergie im Haus selbst verbraucht wird.

Weil die Sonne nicht immer dann scheint, wenn man im Haus gerade viel Strom verbraucht, ist das nicht ganz einfach. Bei 20 bis 30 Prozent liegt die Rate für Anlagen wie der von Ralf Schrenk. Dessen Bilanz für 2015:

  • Solarstrom-Erzeugung: 6.305 kWh
  • Eigenverbrauch: 1.510 kWh (= 24 %)
  • Verkauf an den Energieversorger: 4.795 kWh
  • Stromverbrauch insgesamt: 3.923 kWh
  • Zukauf vom Energieversorger: 2.413 kWh

Der Kaufmann Ralf Schrenk zieht damit ein positives Fazit: „Vorher hatten wir 100 Euro Stromkosten im Monat, jetzt nur noch 44 Euro.“ Gleichzeitig bekommt er einen monatlichen Abschlag von 53 Euro für den eingespeisten Solarstrom. „Meine Anlage wird sich nach sieben bis zehn Jahren amortisiert haben. Danach freuen wir uns über die Einsparung, die ein nettes Zubrot im Ruhestand sein wird.“

Besser mit Speicher


Mit einem hauseigenen Stromspeicher kann die Eigenverbrauchsquote auf bis zu 80 Prozent erhöht werden. Ein 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh benötigt eine PV-Anlage mit etwa 5 kW Leistung und einen Speicher mit rund 5 kWh Kapazität. Doch Vorsicht: Bei der Planung müssen weitere Richtwerte wie Stromverbrauch, Sonneneinstrahlung oder Neigung und Ausrichtung des Daches berücksichtigt werden.

Beispiel: Familie Meijer


Wie viel Einfluss die Vor-Ort-Bedingungen haben, zeigt das Beispiel von Irmgart und Bert Meijer aus Mainz. Die Meijers haben einen großen Gartenteich mit Koj-Karpfen. Neun Pumpen, fünf Infrarotlampen gegen Algen, mehrere Wasserfilter und zwei Heizungen, die die Wassertemperatur bei 15 Grad halten, führen zu einem Strombedarf von über 11.000 kWh im Jahr – das entspricht einem 8-Personen-Haushalt.

Bei diesem hohen Verbrauch lohnt sich die hauseigene Stromerzeugung. Die Meijers ließen auf der Ost- und Westseite ihres Daches insgesamt 27 PV-Module installieren. Da morgens und abends am meisten Strom verbraucht wird, ist eine solche Ausrichtung besser als ein reines Süddach. Auch einen 6-kWh-Stromspeicher empfahl der Solarfachmann. Hier die Bilanz für 2015:

  • Solarstrom-Erzeugung: 5.272 kWh
  • Eigenverbrauch: 4.201 kWh (= 80 %)
  • Verkauf an EVU: 1.071 kWh
  • Stromverbrauch insg.: 11.162 kWh
  • Zukauf vom EVU: 6.961 kWh

Dieses Beispiel ist dank des Strom fressenden Fischteichs nicht eins zu eins auf andere Situationen übertragbar. Es belegt aber: Ein Speicher erhöht die Eigenverbrauchsquote. Und: Eine gut geplante Photovoltaikanlage ist eine lohnende Investition!




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