Umziehen leicht gemacht.

Die wichtigsten Umzugstipps für Ihre Planung.

Jedes Jahr ziehen in Deutschland fast 10 Millionen Menschen um. Die meisten davon, genauer gesagt rund 85 Prozent, beauftragen kein Umzugsunternehmen, sondern erledigen den Umzug in Eigenregie. Und zwar vom Kistenpacken bis zum Transport in die neue Wohnung. Was man beim Umzugskartonpacken und Möbeltransport beachten muss, welche Umzugstipps außerdem wichtig sind, und was auf einer Umzugscheckliste stehen muss: Wir haben es hier für Sie gesammelt.



Privatumzug vs. Speditionsumzug

Was darf’s sein? Lieber alles selbst erledigen oder beim Komfort-Umzug alle Umzugsleistungen inklusive buchen? Rein kostentechnisch betrachtet ist ein Umzug in Eigenregie günstiger. Allerdings ist der gesamte Hausrat beim Umzug mit professioneller Hilfe über die Spedition versichert. Was sich im Falle eines Falles bezahlt machen kann. Außerdem fällt dann das anstrengende und zeitintensive Packen und Möbelschleppen weg. Wenn Sie also beruflich stark eingebunden sind und sich das Kistenschleppen sparen möchten, können Sie es sich ab 1.000 Euro aufwärts auch leichter machen.

Für den Do-it-yourself-Umzug sind vor allem drei Dinge wichtig: eine gute Planung, genügend Umzugshelfer und ein großes Fahrzeug zum Transport.

Checkliste Umzug

Daran müssen Sie denken: Vom Elternhaus in ein WG-Zimmer ziehen: Das läuft noch ziemlich stressfrei ab. Aber wenn eine mehrköpfige Familie in ein Haus umzieht, braucht es schon wesentlich mehr Umzugskartons und Helfer. Damit aber alles möglichst reibungslos abläuft, ist bei jedem Umzug vor allem eines wichtig: eine gute Vorbereitung. Egal ob mit oder ohne Umzugsunternehmen.

Umzugsratgeber

  • Verträge: Unterschreiben Sie den neuen und kündigen Sie den alten Mietvertrag. Und falls es sich zeitlich sehr überschneidet: Suchen Sie nach einem Nachmieter, dann können Sie früher umziehen und sparen sich die Doppelbelastung. Denken Sie zudem an die Kaution für Ihre neue Bleibe.
  • Termin: Vereinbaren Sie einen Wohnungsübergabetermin. Und zwar einen für die alte und einen für die neue Wohnung.
  • Urlaub: Ein Umzug braucht Zeit. Nehmen Sie deshalb ein paar Tage frei, um in Ruhe ein- und auspacken zu können. Manche Unternehmen gewähren sogar einen Tag Sonderurlaub für den Umzug.
  • Einrichten: Drucken Sie sich einen Plan für die neue Wohnung aus und überlegen Sie vorab, wie Sie Ihre neue Wohnung einrichten wollen und was an alten Sachen ausgemistet werden soll. Bestellen Sie rechtzeitig neue Möbel. Die Lieferzeiten betragen vor allem bei Küchen einige Wochen.
  • Ummelden: Gas, Wasser, Strom und Telefon müssen rechtzeitig umgemeldet werden. Ein Monat Vorlauf ist da sinnvoll.
  • Babysitter: Wenn Sie kleine Kinder haben, sollten Sie unbedingt für den Umzugstag einen Babysitter organisieren. Das spart eine Menge Nerven.
  • Parkplatz: Damit am Umzugstermin auch ein großer Parkplatz vor der alten und neuen Immobilie frei ist, empfehlen wir rechtzeitig beim Ordnungsamt gegen eine geringe Gebühr eine Halteverbotszone einrichten zu lassen. Wer will schon Schränke durchs ganze Wohngebiet schleppen?
  • Packen: Fangen Sie beizeiten an, Ihr Hab und Gut in Kartons zu verstauen. Und sortieren Sie schon vorab nach Zimmern. Das gilt auch für die Möbel! Kleine Aufkleber sparen langes Suchen, und man kann beim Umzug direkt alles in die richtigen Räume tragen. Tipp zur Planung: Man rechnet pro Quadratmeter mit einem großen Umzugskarton.
  • Vorbereiten: Richten Sie für den Umzugstag eine Werkzeugkiste. Zum Beispiel für die Möbel, die noch ab- und aufgebaut werden müssen.

Zurück

  • Aufstehen: Jetzt heißt es die letzten Dinge einpacken und am besten direkt ins eigene Auto laden. Das gilt für alles, was Sie zum täglichen Leben brauchen und deshalb auch gleich wieder in der neuen Wohnung benötigen.
  • Eintragen: Notieren Sie die Zählerstände in der neuen und in der alten Wohnung. Und sorgen Sie schnell für Ihren Namen auf der neuen Klingel und am Briefkasten.
  • Einweisen: Sagen Sie Ihren Umzugshelfern, was sie tun sollen und wie Sie alles geplant haben. Halten Sie außerdem ausreichend Essen und Trinken für die Helfer bereit. Schleppen macht schließlich hungrig!
  • Vorbereiten: Seien Sie für alles gewappnet: Reinigungsmittel, Mülltüten, etwas Bargeld und eine Erste-Hilfe-Grundausstattung sollten immer griffbereit sein. Sicher ist sicher.

Zurück

  • Anmelden: Melden Sie sich innerhalb der Frist bei Ihrem Einwohnermeldeamt an. Teilen Sie unbedingt auch Ihren Freunden, den Versicherungen, Ihrem Arbeitgeber, der Krankenkasse und Ihrer Bank Ihre neue Adresse mit.
  • Übergeben: Schließen Sie ab und machen Sie die Wohnungsübergabe der alten Wohnung perfekt. Lassen Sie sich die Schlüsselübergabe quittieren und denken Sie daran, Ihre Mietkaution vom Vermieter der alten Wohnung zurückzufordern.
  • Entsorgen: Verkaufen Sie Ihre Umzugskisten in Online-Portalen oder lagern Sie diese im Keller. Bestimmt zieht irgendwann auch mal jemand aus Ihrem Umfeld um und freut sich dann über Ihre Kartons.
  • Feiern: Laden Sie Ihre Umzugshelfer als kleines Dankeschön und die neuen Nachbarn zum Kennenlernen zu einer kleinen Einweihungsfeier in Ihr neues Zuhause ein.

Zurück

  • Gute Umzugskisten: Nutzen Sie richtige Umzugskartons. Die sind nämlich gut stapelbar, sehr stabil und lassen sich nach dem Umzug platzsparend verstauen. Billige Ersatzkisten können Sie außerdem teuer zu stehen kommen, wenn sie beim Stapeln mitsamt Inhalt kaputt gehen.
  • Leichter als das: Packen Sie Ihre Kisten nicht randvoll mit schweren Dingen. Besser ab der Hälfte mit leichten Gegenständen füllen. Als kleine Faustregel gilt: Kein Karton sollte über 15 Kilogramm wiegen.
  • Platz und Müll sparen: Verpacken Sie Dinge wie Decken, Kissen und Jacken nicht in Kartons. Das nimmt zu viel Platz weg. Besser sind ganz einfache Säcken oder Tüten. Zerbrechliche Gegenstände können in weichen Decken zudem wunderbar geschützt werden.
  • Vorsicht zerbrechlich: Geschirr, Gläser, Bilderrahmen, Spiegel und andere zerbrechliche Gegenstände gehören sicher in Luftpolsterfolie oder dick in Zeitungspapier gewickelt. Und schreiben Sie dick "Zerbrechlich" auf den Karton, damit auch alle beim Transport sorgfältig damit umgehen.
  • Koffer packen: Nutzen Sie Ihre Koffer zum Verpacken schwerer Gegenstände. So transportieren Sie zum einen nichts leer, zum anderen können Sie sie einfach ziehen, anstatt schleppen zu müssen.

Zurück

* Fußnoten

Bitte beachten Sie: Unsere Ratgeberartikel ersetzen keine Beratung durch einen Gutachter oder Juristen. Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden Sie sich daher bitte immer persönlich an einen Fachanwalt oder Gutachter. Bei Fragen zu Finanzierungen, Bausparen oder Versicherungen stehen Ihnen unsere Berater natürlich jederzeit zur Verfügung. Bei Fragen rund um die Immobilienvermittlung stehen Ihnen unsere Immobilienexperten gerne zur Seite.