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Sie möchten eine natürliche und gemütliche Terrasse?

Wir zeigen, worauf es bei einer Holzterrasse ankommt!

Eine Holzterrasse bietet viel Platz für schöne Abende mit Freunden und Familie. Das natürliche Material versprüht einen angenehmen Charme, muss aber auch regelmäßig gepflegt werden. Nur dann kann es Wind und Wetter trotzen und lange wie neu erstrahlen.

Das richtige Holz für die Holzterrasse vor dem Haus

Damit der natürliche Rohstoff Holz lange wie neu aussieht, kommt es bereits bei der Planung auf das richtige Vorgehen an. Neben dem Aufbau einer geeigneten Unterkonstruktion und der richtigen Befestigung der Dielen spielen die Holzarten eine wichtige Rolle. Zum Einsatz kommen dabei unbehandelte Hölzer aus tropischen oder einheimischen Wäldern sowie speziell behandelte Materialien.

Tropische Holzarten für die eigene Terrasse

Tropische Hölzer sind schwer und witterungsbeständig. Typische Vertreter sind Arten wie Bambus, Bangkirai, Cumaru oder Massaranduba.

Bambus hat eine hohe Härte. Das Holz gilt als formstabil und wetterfest, wodurch es auch bei anhaltender Feuchte nicht aufquillt. Ein besonderer Vorteil: Bambus wächst sehr schnell und lässt sich nachhaltig anbauen.

Auch Bangkirai hält Wind und Wetter stand und ist bis zu 30 Jahre auf der Holzterrasse nutzbar. Typisch ist der hell- bis mittelbraune Farbton, der mit der Zeit eine graue Patina entwickelt. Ein Nachteil: Durch die hohe Nachfrage stammt das Holz häufig aus Raubbau. Das schadet der Natur und den sonst guten Eigenschaften.

Als Alternative empfehlen Experten häufig Cumaru. Das witterungsbeständige Material hat eine gelb- bis rotbraune Farbe und hält länger als 25 Jahre. Es ist sehr hart und hat ein geringes Quell- und Schwundverhalten. Wird das Holz glatt verarbeitet, sorgt seine glänzende Oberfläche für eine edle Optik.

Noch länger hält das Karibik-Holz Massaranduba. Es hat eine hohe Dichte, ist besonders schwer und lässt sich über 30 Jahre nutzen. Beliebt ist es nicht zuletzt auch durch seine rötlich braune Farbe, die bei glatter Verarbeitung elegant glänzt. Ein Nachteil: Durch die hohe Dichte lässt sich das Holz nur mit speziellen Profi-Werkzeugen verarbeiten.

Wer sich bei dem Bau seiner Holzterrasse für Tropenhölzer entscheidet, sollte unbedingt auf das FSC-Kennzeichen achten. Das steht für Holz aus nachhaltigem Anbau und beugt Raubbau vor.

Günstigere Hölzer aus heimischen Wäldern

Auch Hölzer aus heimischer Forstwirtschaft eignen sich für die eigene Holzterrasse. Zum Einsatz kommen unter anderem Dielen aus Douglasie oder Lärche.

Das Holz der Douglasie besticht neben einer hohen Härte vor allem durch ihr rötlich braunes Kernholz. Dieses ist besonders schön gezeichnet und dunkelt mit der Zeit nach. Für eine lange Haltbarkeit ist jedoch eine regelmäßige Pflege nötig.

Auch das Holz der Lärche nutzen viele zum Bau einer Holzterrasse. Das Material gilt als witterungsbeständig und lange haltbar. Von Vorteil ist außerdem das geringe Quell- und Schwindverhalten, wodurch die Dielen lange in Form bleiben.

Thermisch behandelte Hölzer für Terrassendielen

Eine Alternative zu unbehandelten Holzsorten bietet Thermoholz. Die Dielen werden dabei im Fertigungsprozess auf bis zu 230 Grad Celsius erhitzt, wodurch sich ihr Aufbau ändert. Die behandelten Hölzer sind langlebig und Quellen kaum auf. Bei anhaltender Staunässe steigt jedoch die Pilz-Gefahr.

Moderne Verbundwerkstoffe für die Holzterrasse

Wer bei seiner Holzterrasse auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch für Verbundwerkstoffe entscheiden. Die Wood-Plastics-Composites (WPC) genannten Materialien bestehen zu 70 Prozent aus Holzspänen und zu 30 Prozent aus Kunststoff. Sie ähneln natürlichem Holz, sind resistent gegen Schädlinge, splitterfrei und pflegeleicht.

Die richtige Pflege einer Terrasse aus Holz

Geht es um die Pflege der Holzterrasse, kommt es auf die verwendeten Holzarten an. Tropenhölzer sind so beständig, dass oft keine speziellen Pflegeprodukte nötig sind. Wer an der ausgrauenden Farbe Gefallen findet, sollte die Dielen lediglich einmal im Jahr gründlich reinigen. Für den Erhalt der ursprünglichen Farbe sorgen hingegen geeignete Öle. Diese verhelfen auch einheimischen Gehölzen zu einer langen Haltbarkeit. Zur regelmäßigen Reinigung eignen sich Mittel auf Naturölbasis. Diese dringen leicht in das Holz ein, lassen Restfeuchte entweichen und sorgen somit für eine schonende Pflege. Wichtig: Bevor Hausbesitzer die Mittel auftragen, sollten die Dielen gereinigt und unter Umständen abgeschliffen werden. Letzteres ist vor allem bei lackierten Holzterrassen nötig.

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