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Sie suchen nach Fördermitteln für Ihr Haus oder Ihre Wohnung?

Wir erklären, wie Sie diese mit dem Baukindergeld bekommen!

Familien, die ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen möchten, profitieren in Zukunft von hohen Zuschüssen. Denn mit dem Baukindergeld, das es rückwirkend zum 01. Januar geben soll, fördert der Staat Familien mit 12.000 Euro pro Kind. Das nötige Gesetz soll noch vor der Sommerpause kommen.

Das Baukindergeld unterstützt Erstimmobilienkäufer

Das Baukindergeld soll junge Familien beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Dazu vergibt der Staat voraussichtlich Zuschüsse von 12.000 Euro pro Kind. Das Geld soll die Kreditraten senken und wird über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgezahlt. Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, verkündete, dass die Regierung das nötige Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden wird.

Die viel diskutierte Obergrenze, bei der es die Mittel nur für Eigenheime mit einer Wohnfläche von bis zu 120 Quadratmetern geben soll, wird es nicht geben, wie Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) am Morgen des 27. Juni mitteilte. Sie hätte dafür gesorgt, dass Familien auf dem Land – wo in der Regel großzügiger gebaut wird – benachteiligt würden. Jedoch wird es bis zum 31. Dezember 2020 befristet sein.

Anfang Juli hat der Bundestag in zweiter Lesung über den Etat 2018 des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat abgestimmt. Dieser sieht nun insgesamt 263 Millionen Euro für das Baukindergeld vor. Somit kann das Baukindergeld 2018 tatsächlich an den Start gehen. Das Baukindergeld kann jedoch derzeit noch nicht beantragt werden, da die genaueren Rahmenbedingungen weiterhin noch nicht festgelegt sind.

Baukindergeld anstelle früherer Eigenheimzulage

Ziel der Förderung ist es, die Anzahl der Wohneigentümer in Deutschland anzuheben. Denn diese liegt mit einer Quote von etwa 45 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt. Das Programm folgt der Eigenheimzulage, mit der der Staat den Kauf von Wohneigentum zwischen 1995 und 2005 unterstützte.

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Baukindergeld

Ohne ein entsprechendes Gesetz sind die Informationen zu dieser Förderung aktuell nicht sicher. Die wichtigsten Eckdaten sollten allerdings auch nach Abschluss der Planungsphase bestand haben. Hier geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Baukindergeld.

Wer bekommt das Baukindergeld?

Die Förderung soll es für Familien geben, die zum ersten Mal ein Haus bauen sowie ein bestehendes Gebäude oder eine Eigentumswohnung kaufen. Voraussetzung ist, dass sie die Immobilie selbst nutzen und mit mindestens einem Kind einziehen. Ob dieses maximal 18 Jahre alt sein darf oder ein Kindergeldanspruch bestehen muss, ist noch unklar. Entscheidend ist außerdem die Einkommensgrenze, die voraussichtlich bei einem Kind bei 90.000 Euro liegt und sich je weiterem Kind um 15.000 Euro erhöht.

Wie hoch ist die staatliche Förderung?

Geplant ist ein jährlicher Zuschuss pro Kind in Höhe von 1.200 Euro über 10 Jahre, also 12.000 Euro insgesamt. Das Geld kann die monatlichen Kreditraten senken oder als Sondertilgung in das Darlehen einfließen.

Ab wann gibt es das Baukindergeld?

Die Bundesregierung plant, das Gesetz zum Baukindergeld noch vor der Sommerpause zu verabschieden. Ist das der Fall, könnten Verbraucher die Mittel bereits ab August 2018 beantragen. Nach aktuellen Meldungen gilt der Anspruch auf die Fördermittel dann rückwirkend zum 01.01.2018. Und das für alle Kaufverträge oder Baugenehmigungen, die seitdem beurkundet bzw. erteilt wurden.

Wie sind die Fördermittel zu beantragen?

Stand heute gibt es noch keine konkreten Informationen zur Antragstellung. Voraussichtlich soll diese jedoch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erfolgen.

Gibt es Alternativen zur Eigenheimförderung?

Ja. Bereits heute sind Alternativen zum Baukindergeld vorhanden. So gibt es über die KfW zum Beispiel zinsgünstige Kredite im Wohneigentumsprogramm (KfW 124). Besonders gute Konditionen erhalten alle, die sich für den Bau oder den Kauf einer besonders energieeffizienten Immobilie interessieren. Denn hier gibt es zinsgünstige Darlehen oder hohe Zuschüsse über die Programme 152, 153 oder 430 der KfW.

Es gibt auch kritische Stimmen zum Baukindergeld

Manche Experten kritisieren die Pläne zum Baukindergeld. So könnte eine wachsende Nachfrage nach Grundstücken und Häusern zu einem weiteren Anstieg der Preise führen. Darüber hinaus könnten einkommensschwache Haushalte in finanzielle Schieflage geraten, wenn die Förderung nach zehn Jahren wegfällt und – durch evtl. gestiegene Zinsen - höhere Kreditraten fällig werden. Diesem Risiko kann man allerdings mit einem Wohnsparvertrag, der einem schon heute günstige Darlehenszinsen für morgen sichert, vorbeugen.

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