Ist der Balkonboden brüchig und die Wände sind feucht?

Worauf es bei der Balkonsanierung ankommt.

Regen, Frost und wechselnde Temperaturverhältnisse setzen Balkonen einiges zu. Halten diese den hohen Belastungen nicht mehr Stand, kann Wasser in das Bauwerk eindringen und sogar die Standsicherheit gefährden. Bei einer Balkonsanierung sind die Böden richtig abzudichten.



Balkonsanierung: Den Balkon richtig abdichten

Balkone müssen ständig wechselnden Wetterverhältnissen standhalten. Werden sie mit der Zeit undicht, dringt Wasser in das Bauwerk ein. Dieses kann die Wände durchfeuchten, die stabilisierende Bewährung angreifen und sogar die Tragfähigkeit der Bauteile mindern. Um Bauschäden und Gefahren vorzubeugen, sollten Hausbesitzer ihre Balkone regelmäßig sanieren.

Die passenden Materialien zur Balkonabdichtung

Möchten Hausbesitzer ihren Balkon sanieren und abdichten, haben sie heute verschiedene Lösungen zur Auswahl. In den meisten Fällen müssen sie vor der Balkonsanierung den alten Belag entfernen.

  • Punktuelle Balkonsanierung mit Silikon
    Müssen Hausbesitzer schnell handeln, können sie schadhafte Stellen mit Silikon abdichten. Dazu spritzen sie die flüssige Masse in Fugen oder herausgebrochene Stellen am Boden. Ist bereits eine größere Menge Wasser in das Bauwerk eingedrungen, können unter der Oberfläche Hohlräume vorhanden sein, die fachmännisch zu beseitigen sind. Die Balkonabdichtung mit Silikon funktioniert schnell und einfach. Sie ist aber nur als Übergangslösung geeignet.

  • Dichtschlämme zum Balkon abdichten
    Ist der Boden bereits an mehreren Stellen porös, funktioniert die Balkonsanierung auch mit Dichtschlämmen. Dazu schützen Handwerker Ecken und Fassadenanschlüsse zunächst mit geeigneten Dichtbändern. Anschließend bringen sie die flüssige Masse flächig auf dem dafür vorbereiteten Boden aus. Ist die Schicht getrocknet, lässt sich ein neuer Belag aufbringen. Die Balkonabdichtung mit Dichtschlämmen eignet sich vor allem bei sehr feuchten Lagen.

  • Balkonabdichtung mit Bitumenbahnen
    Eine Alternative zu den Dichtschlämmen ist die Verlegung von Bitumenbahnen. Diese lassen sich entweder mit einem Brenner verschweißen oder dicht verkleben. Zur Sicherheit bringen Handwerker oft zwei Lagen übereinander auf. Auch hier ist besonders auf den dichten Anschluss an die Fassade zu denken. Denn dieser verhindert, dass Wasser eintritt und unbemerkt schwerwiegende Schäden verursacht.

  • Balkon mit speziellen Folien abdichten
    Wer seinen Balkon preiswert sanieren möchte, erreicht die nötige Dichtheit auch mit speziellen Folien. Diese sind ringsum mehrere Zentimeter nach oben zu ziehen, sodass kein Wasser in Anschlüsse und Ecken eindringen kann. Zusätzlich müssen die Ränder richtig verklebt und mit Silikon abgespritzt werden. Geeignete Folien sind elastisch, frostresistent, UV-beständig und sehr lange haltbar.

  • Balkonsanierung mit flüssigem Kunststoff
    Auch flüssiger Kunststoff eignet sich zum Balkon versiegeln. Die zähflüssige Masse lässt sich einfach auf den vorbereiteten Untergrund auftragen und verschließt Ritzen und Brüche zuverlässig. Wie bei Dichtschlämmen sorgen zusätzliche Dichtbahnen dafür, dass kein Wasser in Bauteilanschlüsse oder Ecken eindringt. Ein Vorteil der flüssigen Kunststoffe ist, dass diese selbst als dekorative Bodenbeläge fungieren. Hausbesitzer müssen den Fußboden daher nicht weiter bearbeiten und der vorhandene Aufbau steigt nur um wenige Millimeter.

Empfehlung: Balkon fachgerecht abdichten lassen

Ohne entsprechende Balkonabdichtung kann Wasser in das Bauwerk eindringen und für ernsthafte Schäden sorgen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Anschlüssen an die Entwässerung und das Bauwerk. Um Fehler und hohe Folgekosten zu vermeiden, sollten Hausbesitzer die Arbeiten fachgerecht von erfahrenen Handwerkern erledigen lassen.

* Fußnoten

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