• Hausbau

Auf dem Weg zum Mehr-Generationen-Wohnhaus.

Umbau einer Scheune.

30 Jahre stand die große Scheune leer, die zu einem ehemaligen Bauernhof am Niederrhein gehörte. Peer Wessels hat sie renoviert und zum Wohnhaus um- und ausgebaut. Unterstützt wurde er dabei auch von Wüstenrot als Finanzierungspartner. Entstanden ist ein Mehr-Generationen-Ensemble mit modernem Innenleben.

Wer bei Duisburg den Rhein überquert und das Ruhrgebiet verlässt, findet sich unvermittelt auf dem platten Land wieder. Hier, auf einem ehemaligen Bauernhof in einem kleinen Weiler zwischen Moers und Uerdingen, ist Peer Wessels groß geworden. Vor etwa 30 Jahren hatten seine Eltern das Gehöft bezogen, die Landwirtschaft war damals schon Vergangenheit. Ums Wohnhaus herum standen ungenutzte, ehemals landwirtschaftlich genutzte Nebengebäude.

In einer leer stehenden Scheune, in der er früher mit seinen Geschwistern gespielt hat, wohnt Peer Wessels heute – ganz modern eingerichtet, in einem hellen, komfortablen Ambiente. Und in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinen Eltern und Geschwistern. Denn zusammen mit seinen Brüdern hat er die Nebengebäude in Wohnraum verwandelt und zu einem Mehr-Generationen-Ensemble umgebaut.

Inneneinrichtung der umgebauten Scheune

Drei Generationen unter drei Dächern

„Da könnte man doch was draus machen“, dachten sich die längst erwachsenen Kinder im Jahr 2014 angesichts der leer stehenden Bausubstanz auf dem großen elterlichen Grundstück. Schnell wurde aus der Idee ein gemeinsamer Entschluss: Das Anwesen sollte renoviert und umgebaut werden. Das Familiengrundstück wurde aufgeteilt, und nach knapp dreijähriger Planungs- und Umbauzeit kann man feststellen: Die Geschwister haben etwas draus gemacht!

Entstanden ist ein Mehr-Generationen-Ensemble, das aus drei Häusern besteht. Im vom Hof aus gesehen linken Flügel leben nach wie vor die Eltern. Die große Scheune hat Peer Wessels aufwendig zum modernen Wohnhaus umgebaut. Und den rechten Flügel bewohnen seine Brüder mit Familien. Den zentralen Innenhof haben die drei Parteien schön gestaltet und zu einem beliebten Treffpunkt für alle Generationen gemacht – familiäre Nachbarschaft mit viel Privatsphäre.

Scheunen-Umbau: Strenge Bauvorschriften

Wie überall gelten auch am Niederrhein für die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude zu Wohnzwecken außerhalb von Ortschaften strenge Bauvorschriften. Peer Wessels erzählt: „An der Gebäudeform durften nur geringe Änderungen vorgenommen werden.“

Also machte der heute 35-jährige Bauherr aus der Not eine Tugend: Die alten Ziegelmassivwände blieben stehen. An die Stelle des Scheunentors setzte er ein großes, verglastes Eingangselement. Im hinteren Teil der Scheune, unter dem weiten Schleppdach, ersetzen große Glasflächen die alten Ziegelwände. Sie verleihen dem Wohnbereich mit Galerie die Anmutung eines großzügigen, hellen Wintergartens.

Renovierung mit ökologischen Materialien

Bei allen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen setzte der Bauherr Peer Wessels auf ökologische Materialien. Zudem wollte er so viel Bausubstanz erhalten wie möglich. An den Außenwänden wird das Prinzip „außen traditionell – innen modern“ besonders deutlich: Von außen bieten die Ziegelwände einen ganz ursprünglichen Anblick. Von innen wurden sie mit einer ökologischen Hanf-Jute-Dämmung versehen, so dass die Dämmwerte denen eines neu gebauten Hauses entsprechen.

Die Innenwände hat der Bauherr mit baubiologisch einwandfreien Kalkfarben gestrichen, die Böden mit Massivparkett belegt. Heizung und Warmwasserbereitung werden von Solarkollektoren unterstützt.

Küchebereich Scheune

Umbau und Finanzierung – alles lief glatt

Die rund zwei Jahre dauernden Umbau- und Renovierungsarbeiten gingen nach Angaben von Peer Wessels reibungslos über die Bühne. Wie der Bauherr sagt, war es ein großer Vorteil, dass „sich mein Vater sehr stark um die Bauleitung gekümmert hat und immer vor Ort war.“ Schon beim Umbau zeigten sich also die Vorzüge des Mehr-Generationen-Wohnens. Diese Vorzüge sind auch heute im Wohnalltag immer wieder zu erleben – wenn sich die Eltern ohne großen Aufwand um die Enkel kümmern können. Oder wenn man sich beim Einkaufen und anderen alltäglichen Erledigungen per Zuruf von Tür zu Tür gegenseitig unterstützen kann.

Reibungslos lief nicht zuletzt auch die Finanzierung des Umbauprojekts. Neben KfW-Mitteln spielte auch ein Wüstenrot Bausparvertrag eine tragende Rolle. Und mit dem Finanzberater Thomas Müller fand Peer Wessels einen Partner, der nicht nur maßgeschneiderte Finanzierungslösungen entwickelte, sondern aus Interesse immer wieder auf der Baustelle vorbeischaute: „Man betreut als Finanzierungspartner schließlich nicht jeden Tag ein so tolles Projekt!“

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